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Jahresrückblick: So schön war es 2014 im Hofmobiliendepot

Blog // Böse Dinge // Bring dein Ding // Der perfekte Haushalt aus Papier

Das Jahr 2014 neigt sich schön langsam dem Ende zu. Die letzte Woche, voll gepackt mit Feiertagen, ist bereits angebrochen. Zeit für uns das vergangene Jahr mit all seinen Geschehnissen im Hofmobiliendepot noch einmal Revue passieren zu lassen. So haben wir in diesem Jahr nicht nur mit dem museumseigenen Blog gestartet, sondern können auch auf zwei Sonderausstellungen zurückblicken. Eine davon, nämlich Der perfekte Haushalt aus Papier, läuft sogar noch bis 11. Jänner nächsten Jahres.

Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks.

Diese Sonderschau fand von 19.2.2014 bis zum 6.7.2014 statt. Hier stellte man sich Fragen wie: Was ist Geschmack? Wer bestimmt, was gut oder schlecht, schön oder hässlich ist? Ein Diskurs rund um guten und schlechten Geschmack wurde gestartet und so die vom Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin entwickelte Ausstellung nach Wien gebracht. Hier war es außerdem wichtig die historische und aktuelle Positionen einander gegenüberzustellen. So fanden über 500 Exponate aus dem Museum der Dinge in Berlin, dem Landesmuseum Württemberg, dem Hofmobiliendepot und anderen Museen für einige Monate ein neues Zuhause.

Begleitet wurde die Austtelung von der Aktion: Bring Dein Ding! Die BesucherInnen waren da zur aktiven Mitgestaltung eingeladen. Alle sollten ein ganz persönliches böses Objekt mitbringen und auf dem Gabentisch im Erdgeschoß des Museums hinterlassen. Jeder mitgebrachte Gegenstand bekam dann ein Identifikationskärtchen, ausgefüllt vom ursprünglichen Besitzer oder der ursprünglichen Besitzerin. Darauf sollte der Grund genannt werden, warum dieses kleine oder sogar große Ding denn so böse ist.

Regelmäßig haben wir am Blog über die einzelnen vorgeibrachten Stücke berichtet und noch mehr Hintergrundinfos geliefert.

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Am 6. Juli fand schließlich die Finissage statt, bei der es auch den Markt der bösen Dinge gab, anlässlich dessen die am Gabentisch hinterlassenen Objekte verkauft wurden. Der Erlös kam dem neunerhaus zugute.

Außerdem konnte man in der Ausstellung Instagramfotos aufnehmen und diese mit dem Hashtag #boesedinge teilen. Unter allen die mitgemacht haben, wurden tolle Preise verlost.

Der perfekte Haushalt aus Papier. Bürgerlicher Alltag zur Zeit Mozarts.

Im Zentrum der Ausstellung, die seit 24. September läuft, steht der bürgerliche Alltag zur Zeit Mozarts und im Zusammenhang damit ein kulturhistorischer Schatz: Das Augsburger Klebealbum, ein minutiös eingerichtetes Spielzeughaus in Buchform. Klebealben sind die zweidimensionale Alternative zum Puppenhaus. Sie waren besonders im 18. Jahrhundert eine beliebte Freizeitbeschäftigung.

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Die vorerst leeren Seiten eines solchen Albums wurden selbst gestaltet: Es entstanden die Gerüste von Innenräumen, Gärten und Straßenzügen. Zur Belebung der Plätze und Räume dienten Miniaturdarstellungen von Figuren und Objekten. Diese wurden auf Ausschneidebögen gedruckt unddann einzeln ausgeschnitten, koloriert und ins Buch geklebt. Die Auswahl reichte von Natur- und Landschaftsmotiven, Tieren, biblischen Szenen, Kinderspielen, Möbeln Küchenutensilien usw.

Am Blog haben wir Interviews zur Ausstellung geführt, unter anderem mit der Kuratorin Regina Kaltenbrunner.

Mehr Veranstaltungen: Kammerstück, Fotoausstellung und Bastelworkshops für die Kleinen

Und auch sonst war 2014 so einiges los im Museum.

Neben der Teilnahme an der Langen Nacht der Museen, wird ein Kammerstück an Original-Möbeln im Hofmobiliendepot aufgeführt und es waren weitere kleinere Sonderausstellungen, wie zum Beispiel mit Fotografien, zu sehen. Außerdem wurde viel gebastelt und für die Kleinen gibt es auch noch am 24.12. eine weihnachtliche Führung plus einem Workshop. So lässt sich auch die Wartezeit auf den Weihnachtsabend gut verbringen.

Wir wünschen Euch schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr! Bis bald im Hofmobiliendepot!

 

Dezember 22nd, 2014

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Auf den Spuren der Lieblingsenkelin von Kaiser Franz Joseph durchs Hofmobiliendepot

Blog

Zu einem Programmpunkt der besonderen Art wird ins Hofmobilendepot geladen. Er nennt sich Literatur on Tour und begibt sich auf eine Entdeckungsreise auf literarisch, musikalischen Pfaden. Dabei erzählt Kronprinz Rudolfs Tochter, Erzherzogin Elisabeth von Österreich, dargestellt von der Schauspielerin Elisabeth-Joe Harriet, von ihren Abenteuern. Uns erzählt die Schauspielerin mehr zum Stück.

Wie kam es zu der Aufführung des Kammerstücks an Original-Möbeln im Wiener Hofmobiliendepot, welches sich “Die rote Erzherzogin” nennt, in dem sie die Erzherzogin Elisabeth von Österreich verkörpern?

Ich habe vor zehn Jahren im Auftrag der Schönbrunn Verwaltungs GmbH für die Eröffnung des Sisi Museums ein bewegtes Theater “Privataudienz im Hause Habsburg” geschrieben, inszeniert als auch mitgespielt und mache seit 2003 bei einem Gang durch die Silberkammer meinen literarischen Pfad “Sisis Verse – Das poetische Tagebuch der Kaiserin Elisabeth“.

Heuer im Frühjahr fragte mich Frau Mag. Haselböck (vom Hofmobiliendepot, Anm. d. Red.), ob mir für das Hofmobiliendepot nicht auch ertwas einfiele, und da kam mir spontan die Idee mit Kronprinz Rudolfs einziger Tochter Elisabeth Marie, die als Erzherzogin von Österreich geboren wurde und durch ihre Ehen zuerst eine Fürstin Windisch Graetz und später eine einfache Frau Petznek war. Sie hat im Laufe ihres Lebens nicht nur all ihre Adelstitel abgelegt, sondern auch einen Gesinnungswechsel von der erzkonservativen Hocharistokratin zur überzeugten Sozialdemokratin vollzogen. Und diese abenteuerliche Geschichte erzähle ich als “Erzsi”, wie sie in der Familie genannt wurde, im Zuge dieses Kammerstücks “Die Rote Erzherzogin”.

Wie wird das Interieur des Hofmobiliendepots in die Aufführung des Stücks miteinbezogen werden?

Das Hofmobiliendepot ist die geschichtsträchtige Kulisse dieses Kammerstücks, durch die ich mit dem Publikum wandle und erzähle. Anhand der einzelnen Möbelstücke, Bilder oder Utensilien, die ja zum Teil aus dem Besitz der Elisabeth Petznek stammen, den sie dem österreichischen Staat vermacht hat, erinnert sich Erzsi an viele Situationen und Ereignisse, die ihr Leben bestimmten, änderten oder beeinflussten.

Werden Sie alleine spielen oder gibt es noch andere Schauspielende?

Ich spiele alleine, nur zu Beginn kündigt mich meine Kollegin Sylvia Reisinger, die sich auch noch als Inspizientin um das gesamte organisatorische Drumherum kümmert, wie ein Zeremonienmeister an.

Warum sollte man sich dieses Stück anschauen?

Um endlich die wahre Geschichte der Lieblingsenkelin von Franz Joseph und das hochinteressante Hofmobiliendepot kennen zu lernen.

Um ein Kammerstück an historischen Originalmöbeln mit anschließendem Imbiss im Restaurant zum Kaiserlichen Thron zu genießen, wo Erzsi noch weiter erzählen und vor allem auch Fragen beantworten wird.

Und zum Abschluss: Bitte beschreiben Sie sich und Ihre Arbeit kurz selbst!

Ich bin Schauspielerin, Autorin (im Frühjahr erscheint im Amalthea Verlag die Biographie, die ich über Olga Waissnix, die Freundin von Arthur Schnitzler, geschrieben habe), Moderatorin, Kabarettistin (neues Programm “Klassefrauen sind nicht leise” wird am 19. Februar 2015 in der Eden Bar Premiere haben).
Vor 11 Jahren habe ich die literarsich-musikalischen Pfade, Entdeckungsreisen und Kammerstücke “erfunden”, bei denen ich, teils auch mit KollegInnen, Literatur und die damit verbundene Musik und Kunst an historischen Orten in Wien, Österreich und den ehemaligen Kronländern erlebbar mache. Sozusagen ein bewegtes Theater.

Alles weitere dazu unter www.elisabeth-joe-harriet.com.

Mehr zur Aufführung:

€ 37,00 inkl. Museumseintritt und Imbiss, erhältlich vor Ort bei Elisabeth-Joe Harriet
Beginn: 11.00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Foyer des Hofmobiliendepots, Andreasgasse 7, 1070 Wien
Reservierung: Kartenvorverkauf unter +43 664 301 16 74 oder elisabeth-joe-harriet@aon.at

Alle Termine findet man online, für 2015 sind noch Tickets erhältlich.

November 24th, 2014

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Zwischen Polyester und ähnlichen Fotografien

Blog

Im Hofmobiliendepot gibt es immer viele neue Details zu entdecken. Und damit dies auch stets so bleibt, gibt es derzeit noch zwei kleinere Ausstellungen, die jeden Rundgang abrunden. So lässt sich einerseits eine im Rahmen der Vienna Design Week ins Haus eingezogene Schau erkunden, die sich POLYESTER – von Bernhard Hausegger nennt.

Des Weiteren präsentiert sich ebenso SIMILAR PAIRS über besondere Bezüge von Ähnlichem, welche dank eyes on – Monat der Fotografie 2014 im Hofmobiliendepot zu Gast ist. Hier zeigen die beiden Fotografen Armin Bardel und Michael Michlmayr ihre Arbeiten.

Aber Achtung, man muss schnell sein, um sie noch zu sehen, denn:

Die Fotoausstellung kann, bei freiem Eintritt, noch bis 30. November im Hofmobiliendepot besichtigt werden.

Mehr zu POLYESTER sieht man noch bis 23. November, hier benötigt man eine Eintrittskarte.

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Similar Pairs Fotos

“Es handelt sich bei beiden Arbeiten um eigenständige Serien die in einer Ausstellung gemeinsam präsentiert werden. Ich finde es interessant, dass das Prinzip des ‘Zufalls’ und des ‘Erinnerns’ in beiden Arbeiten präsent ist und in unterschiedlicher Ausprägung nebeneinander wahrnehmbar ist. Beide Serien sind von einander unabhängig lesbar und vielleicht auch genießbar. Zusammen bildet sich vielleicht noch eine zusätzliche Spannung”, erklärt Michael Michlmayr über seine und die Arbeiten von Armin Bardel.

Sitzen auf Polyester

Bei Bernhard Hausegger hingegen dreht sich alles um ausrangierte, weggestellte Sessel und Stühle, die er findet oder geschenkt bekommt. Im Rahmen der Ausstellung wird sich der Formensprache seiner Fundstücke angenommen und nach möglichen Variationen gesucht. Diese Sitzobjekte werden von Hausegger mit Polyester bearbeitet, dabei werden die heute oft belächelten architektonischen Allmachtphantasien der 60er und 70er Jahre wieder aufgegriffen.

“In der Ausstellung sind meinerseits eine Auswahl von etwa 50 Bildpaaren, die in den letzten zehn Jahren in unterschiedlichen Intervallen und an unterschiedlichen Orten und Ländern entstanden sind. Die Bilder der Serie sind auch eine Form fotografischer Skizzen, die zusammengebracht werden und eine Art ‘Abbild’ meines ‘fotografischen Gedächtnisses’ darstellen”, beschreibt Michlmayr weiters die in der Fotoausstellung gezeigten Werke.

November 17th, 2014

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Ordnung, Geradlinigkeit und Struktur

Blog // Der perfekte Haushalt aus Papier

Bei der aktuellen Sonderausstellung sind die Produktdesignerin Julia Landsiedl und die Grafikerin Cora Akdogan dafür vernatwortlich, dass die Ausstellung “Der perfekte Haushalt aus Papier” ein begehbares Klebealbum wird. All das, was das originale Klebealbum ergänzt und die Ausstellung erst lebendig werden lässt, ging durch ihre Hände.

Letzte Woche haben wir, um mehr darüber zu erfahren, mit Julia Landsiedl gesprochen. Heute unterhalten wir uns mit Cora Akdogan.

Sie ist seit 2008 in Wien als Grafikerin tätig und betreut öffentliche und private Museen, Stiftungen, wissenschaftliche Einrichtungen, kulturelle Institutionen und private Träger.

Wie war Ihre Herangehensweise an diese Ausstellung? Wie haben Sie sich da vorbereitet?

Der grundsätzliche Ablauf ist immer derselbe: Informationsermittlung, Konzept, Entwurf – interessant wird es mit dem jeweiligen Ausstellungsthema und seinen spezifischen Objekten.

In diesem Fall das Klebealbum und seine formalen Besonderheiten, die wir genauer unter die Lupe genommen haben – unendliche Abwicklungen, Dreidimensionales das zweidimensional dargestellt wird, falsche Perspektiven, Relationen, Größensprünge – das alles hat uns fasziniert und sollte unbedingt in die Ausstellungsgestaltung einfließen.

Auf was musste man bei der Gestaltung achten?

Insgesamt wird mit den Objekten relativ frei umgegangen. Aufgabe der Grafik war es in diesem Fall, im Kontrast dazu für Ordnung, Geradlinigkeit und Struktur sorgen – geworden ist daraus eine Mischung aus strenger, indexierter Ordnung und gestreuter Vielfalt!

Gibt es etwas, das Ihnen besonders Spaß gemacht hat?

Die Euphorie am Anfang, der Austausch und die Diskussionen zu Inhalt, Herangehensweise und Form – zu dieser Zeit ist noch alles möglich!
Die konkrete Formwerdung am Ende, während des Ausstellungsaufbaus – hier legen wir gerne auch selbst Hand an!

Es wird ein begehbarer “perfekter Haushalt” angekündigt. Was darf man sich da als perfekt vorstellen?

Perfekt? Perfekt ist einzig das Klebealbum selbst – mit all seinen Ungereimtheiten!

Foto der Ausstellung: © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

November 7th, 2014

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Wenn das Weitergehen das Umblättern ersetzt

Blog // Der perfekte Haushalt aus Papier

Dafür, dass sich die Ausstellung “Der perfekte Haushalt aus Papier” in ein begehbares Klebealbum verwandelt, sorgte die Produktdesignerin Julia Landsiedl und die Grafikerin Cora Akdogan. Sie konzipierten gemeinsam so, dass sich die Ausstellung in einen Wanderweg durch das Klebealbum verwandelt. In einen Wanderweg, auf dem man nochmal intensiv wahrnehmen kann, welche Details sich auf den einzelnen Seiten befinden. Das Weitergehen ersetzt damit das Umblättern.

Dabei hieß es sich mit formalen und inhaltlichen Unregelmäßigkeiten, welche in einem Klebealbum zu finden sind und gleichsam für dieses charakteristisch sind, auseinanderzusetzen. Von verschieden großen Objekten und Menschen, bis hin zu schrägen Perspektiven, aber auch Stufen, welche nirgendwo enden, reichten da die Herausforderungen.

Dazu kommen farbenfrohe Tapeten und starke Bodenmuster, belebt wiederum von Objekten sowie Menschen, welche allesamt auch im Album vertreten sind.

Und genau dafür, dass die Ausstellung zu einer Entdeckungsreise, zu einer Tour durch das Klebealbum wird, eben dafür haben die beiden Designerinnen gesorgt.

Wir sprachen aus diesem Anlass mit Julia Landsiedl, um mehr über ihre ganz persönliche Perspektive, ihre ganz persönliche Sicht zur Ausstellung zu erfahren.IMG_1576

Was war Ihre Aufgabe im Rahmen der Ausstellung?

Als Ausstellungsgestalterin bin ich für alles Dreidimensionale zuständig. Konkret umfasst das das Bauliche (Entwurf, Planung, Ausschreibung, Produktionsabwicklung), aber auch das Arrangieren der Objekte und ganz generell “Look & Feel” einer Ausstellung.

Es geht viel um Übersetzungsarbeit, darum wissenschaftliche Erkenntnisse für BesucherInnen erfahrbar zu machen, sie zu überraschen, ihnen Ideen räumlich zu erzählen. Das passiert natürlich in Abstimmung mit einem größeren Team – KuratorInnen, Ausstellungsbau, GrafikdesignerInnen, Marketing etc. Bei einer Ausstellung arbeiten viele Menschen zusammen.IMG_1723

Es ist von einem begehbaren Klebealbum die Rede. Was war da die größte Herausforderung?

Die Ausstellung besteht aus über 130 ganz unterschiedlichen Exponaten. Wir wollten aber kein großes, buntes Durcheinander. Wir wollten Räume, in denen jedes Ding seinen ganz eigenen Platz hat; auch freundliche Nachbarn, mit denen es sich austauschen kann. So als hätte jemand das Ding exakt dort “hingeklebt”.

Die größte Herausforderung war das Zusammenspiel von Groß und Klein. Die Gestaltung sollte die zarten Klebealben unterstützen, sie aber keinesfalls “erdrücken”.IMG_1694

Haben Sie ein Lieblingsstück in der Ausstellung?

Ein einziges? Nein. Ich liebe jedes einzelne Arrangement. Ich hoffe, man sieht das! ;-)

Wie kam es zur Zusammenarbeit?

Die Ausstellung ist u. a. für Familien konzipiert. Gesucht war, denke ich, eine Gestalterin, die große Wände aufstellen kann, sich aber auch für kleinere Exponate interessiert, gerne spielt und arrangiert.

Fotos der Ausstellung: © Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.

Oktober 31st, 2014

Rokoko

Doppeltes Rokoko: Brettspiele im Museum

Blog // Der perfekte Haushalt aus Papier

»Der perfekte Haushalt aus Papier« ist eine in vielerlei Hinsicht verspielte Ausstellung: Im Zentrum steht schließlich ein Spielzeug aus dem späten 18. Jahrhundert, das Augsburger Klebealbum. Fast zur gleichen Zeit herrschte in Frankreich König Ludwig XV., der für seine prunkvollen Bälle und Gewänder bekannt war. Diese Welt inspirierte ihrerseits wieder ein Spiel namens Rokoko, das 2014 für den prestigeträchtigen Preis »Kennerspiel des Jahres« nominiert war. Was liegt also näher als ein Spielenachmittag im Museum?

Schneidern für den König

Bei Rokoko übernehmen die SpielerInnen die Rolle konkurrierender Schneidermeister zur Zeit Ludwigs XV.. Jede Schneiderei möchte das meiste Prestige für sich beanspruchen, indem sie die schönsten Kleider aus den prächtigsten Stoffen fertigt. Dafür brauchen sie geschicktes Personal, Stoffe, Garn, Spitze und natürlich das nötige Kleingeld für die Investitionen. Nur so kann es gelingen, dass Adelige in solchen Kleidern die besten Plätze am Ball des Königs ergattern, und damit dem Schneidermeister Prestige verschaffen. Zwischendurch muss allerdings auch das eine oder andere Kleid für schnöde Livres verkauft werden, weil sonst die Ressourcen knapp werden. Oder lohnt es sich eher, den Musiker in einem der Ballräume zu bezahlen, um sich einen Namen zu machen?

Motivation Taktik

Während sieben Runden sind die zwei bis fünf SpielerInnen immer wieder gefordert, schwierige Entscheidungen zu treffen: Manchmal ist langfristiges planen gefragt, manchmal rasches handeln, bevor jemand einem die vorhandenen Ressourcen wegschnappt. Wege zum Sieg gibt es viele, das macht Rokoko ebenso spannend wie anspruchsvoll. Ein weiterer Motivationsfaktor ist die Aufmachung des Brettspiels, die dem originellen Thema absolut gerecht wird.

Liebesbriefe

Als schnelle alternative zum Taktikspiel Rokoko steht beim Spielenachmittag im Museum das Kartenspiel Love Letter bereit. Es ist zwar ebenso prunkvoll aufgemacht wie Rokoko, enthält aber nur 16 Karten und ist in einer Viertelstunde durchgespielt. Hier geht es darum, einer Prinzessin über die diversen Mitglieder des Hofstaates einen Liebesbrief zukommen zu lassen. In der Spielmechanik funktioniert das dann so, dass man durch den geschickten Einsatz von Karten herauszufinden versucht, welche Karten die MitspielerInnen gerade in der Hand haben, um diese aus dem Spiel zu eliminieren. Ein großer Spaß für Familien und Freunde, KartenspielerInnen und Menschen, die sonst nichts mit Spielen anfangen können.

Termine

Am 12. Oktober 2014 fand der erste Spielenachmittag statt, unterstützt durch den Verlag Pegasus Spiele und die fleißigen SpielererklärerInnen vom Pegasus Support Team. Wegen des sonnigen Wetters kamen zwar etwas weniger BesucherInnen, dafür konnte der Spielenachmittag gleich in den wunderschönen Innenhof des Hofmobiliendepots verlegt werden. Die nächste Chance für eine Runde Rokoko oder Love Letter im Museum bietet sich am 30. November 2014 zwischen 14:00 und 18:00 Uhr im Hofmobiliendepot Wien.

 

Oktober 16th, 2014

Basteln mit Papierfiguren für die Kleinen

Blog // Der perfekte Haushalt aus Papier

Während der Sonderausstellung Der perfekte Haushalt aus Papier im Hofmobiliendepot, bei der sich alles um das Augsburger Klebealbum dreht, findet auch ein begleitendes Rahmenprogramm für die Kleinen statt. Neben Schulgruppen können da ebenso Kinder einfach so nach einer Führung durch die Ausstellung, unter Anleitung, zu Papier und Schere greifen.

Im Klebealbum geht es um die Darstellung diverser Szenen welche Situationen aus dem Leben nachstellen, ganz nach dem eigenen Belieben sollen diese nachgebastelt werden. Für die Schulgruppen in Rahmenform und für alle anderen darf der Schuhkarton, welcher auf einer Seite ausgeschnitten ist, als Zimmernachstellung herhalten.

Eine Übersicht über die Termine für Kinderführungen und das begleitende Programm für Schulgruppen findet man online.

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Oktober 7th, 2014

Kaltenbrunner (c)Peter Laub

Der perfekte Haushalt aus Papier: Die Kuratorin im Interview

Blog // Der perfekte Haushalt aus Papier

Vom 24. September 2014 bis zum 11. Jänner 2015 hält im Hofmobiliendepot eine neue Ausstellung Einzug. Sie nennt sich Der perfekte Haushalt aus Papier und trägt den Untertitel “Bürgerlicher Alltag zur Zeit Mozarts”. Dabei dreht sich alles um ein sogenanntes Klebealbum, das “Augsburger Klebealbum”. Es ist ein sorgfältigst eingerichtetes Spielzeughaus in Buchform.

Was man da alles entdecken kann und wie solche Klebealben vermutlich entstanden sind, verrät in einem vorab geführten Gespräch Regina Kaltenbrunner, die Kuratorin der Ausstellung. Die in Salzburg lebende Kunsthistorikerin haben wir dazu, bei einem ihrer Wienbesuche, zu einem Kaffee im Hofmobiliendepot getroffen.

Frau Kaltenbrunner, was wird man in der Ausstellung alles sehen?

Der Hauptprotagonist der Ausstellung ist das sogenannte Augsburger Klebealbum. Darunter versteht man ein Buch, ein zunächst leeres Buch, in das hineingezeichnet wurde und eben auch hineingeklebt. Und zwar ein ganzes Haus.

Von der Straßenszene weg, das heißt die erste Seite ist ein Platz in Augsburg. Und dann kommt ein zweiter Platz in Augsburg und da steht schon das Haus, um das es sich wahrscheinlich handelt.

Dann betritt man dieses Haus und geht durch die verschiedenen Dielen und Treppenhallen, die Vorratskammer, die Küche, in diverse Salons, in die Mägdekammer, ins Schlafzimmer, ins Herrenschlafzimmer, ins Kinderzimmer, in ein eigenes Wöchnerinnenzimmer und hat dann den grünen, den weißen Salon, bis hin zum Teesalon, Musiksalon und den Speisesaal.

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Wie darf man sich die einzelnen Zimmer vorstellen?

Die Räume sind unterschiedlich ausgestattet, sie werden immer prunkvoller und das reizvolle an diesem Klebealbum – eine Seite ist größer als A3, aber nicht sehr viel – ist eine sehr dilettantische Perspektive, in die dann höchst minutiöse Möbelstücke hineingezeichnet oder -geklebt wurden. Mit unglaublich viel Ak­ri­bie, mit ganz viel Liebe zum Detail.

Wie sieht das zum Beispiel aus?

Das ist dann so, dass die Vorhänge aus Stoff gemacht sind oder aus einem anderen Papier, man merkt, dass es gefaltet ist, als wären es Rollos, daneben hängt dann wirklich ein Seidenbändchen herunter, das die Kordel zum Aufziehen des Rollos ist.

Welche Hintergründe zur Entstehungsgeschichte gibt es zu erzählen?

Es ist ein Gang durch die Hausgeschichte, es ist ein Gang durch die Möbelgeschichte, es ist ein Gang durch die Modegeschichte. Man hat Ausschneidebögen verwendet, Augsburg ist im 18. Jahrhundert ein riesiges Zentrum für Druckgrafik gewesen. Die Verlage dort haben Ausschneidebögen aufgelegt.

Diese Ausschneidebögen hat es zu Themen gegeben. Auch biblische Szenen, Landschaften, aber eben auch Möbel und Straßenszenen. Das sind winzig kleine Kupferstiche, die man ausgeschnitten, angemalt und eben dann da hineingeklebt hat.

Dieses Augsburger Klebealbum ist eine Kombination. Man hat solche Kupferstiche, sowie ganz alte und zeitgenössische Ausschneidebögen genommen und hineingeklebt. Deshalb ist die Spannbreite zwischen den dargestellten Figuren, Möbeln und Einrichtungsgegenständen so groß.

Es werden außerdem auch Spieleabende (für Erwachsene und für Kinder) stattfinden?

Ja. Das Rahmenprogramm bezieht sich auf die Aktivitäten, die in diesem Klebealbum vorkommen. Da wird Tric Trac gespielt, damals hieß es noch nicht Backgammon, es ist aber im Prinzip dasselbe Spiel. Man sieht auch die Damen im Klebealbum ununterbrochen stricken. Daher kommt die Idee mit den Handarbeitsabenden.

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Wollte man auch etwas aus dem Album in der Ausstellung nachstellen?

Im Musiksalon zum Beispiel hätten wir uns bemüht, dass wir dieselbe Musik entweder in die Ausstellung bringen oder bei der Eröffnung spielen lassen. Mir haben Musikwissenschafter dann gesagt, dass die im Klebealbum dargestellte Formation nicht miteinander spielen kann. Es sind Musikinstrumente, die im 17. Jahrhundert üblich waren, neben Musikinstrumenten des 18. Jahrhunderts. Man hat offensichtlich einfach den Fundus den man an Ausschneidebögen im Haus hatte genommen und hineingeklebt.

Kann man sagen, in welchem Zeitraum das hineingeklebt wurde?

Zwischen 1780 und 1786. Genau Mozartzeit.

Man kann sich das so vorstellen, dass dieses Klebealbum dreidimensional ist?

Nein, es ist wirklich ein flaches Buch, man kann es durchblättern, es ist immer ein Innenraum aufgezeichnet, daher mit ein bisschen Perspektive. Besonders reizvoll ist, dass man Schranktüren aufmachen, aufklappen und dann in dieses unglaublich ordentliche Innenleben hineinschauen kann.

Man hat des Weiteren die Möglichkeit Zimmertüren zu öffnen. Es ist immer so angelegt, dass man in der Phantasie von einem Zimmer ins andere weitergehen könnte.

Einmal sieht man in den Garten hinaus, einmal ins nächste Schlafzimmer hinein.

Dadurch wird es ein bisschen dreiminsional und auch, weil zum Beispiel das Bettzeug und die Vorhänge aus Stoff sind.

Wir werden allerdings alles hinter Glas präsentieren und die Türen bleiben geschlossen. Alles was hinter den Türen verborgen ist, wird dann mit Hilfe von Fotos gezeigt.

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Wie viele Stücke werden in der Ausstellung zu sehen sein?

Das Klebealbum besteht aus 19 Seiten. Das ist das Zentrum der Ausstellung. Und wir haben uns bemüht Objekte, die im Klebealbum vorkommen tatsächlich auszustellen. Die Ausstellung wird so gestaltet sein, dass man praktisch in ein Klebealbum hineingeht.

Das Album ist in den 90er Jahren nach Amerika gegangen, wo es zerlegt wurde und die Doppelseiten wurden auf Leinwand aufgezogen. Sie sind nun eben kein Buch mehr, sondern Bilder an der Wand. Auf der Transatlantikreise sind fünf Blätter verschollen gegangen, darunter auch das Widmungsblatt und der Einband.

Welche Stücke sind da präsent?

Wir haben Kinderbetten, in verschiedenen Formen, wir haben eine ganze Reihe von Scheren, weil die offensichtlich etwas ganz wichtiges waren in diesem Haushalt oder zumindest bei diesem Gestalter. Wir haben Möbel aus dem Hofmobiliendepot, wir haben sehr viele schöne Spiegel, wir haben Kücheneinrichtungsgegenstände. Auch Kerzen und Licht sind ein großes Thema, ebenso Kinderspielzeug und Steckenpferde. Wir haben uns Puppenhäuser ausborgen können, um zu zeigen, dass das Klebealbum eigentlich nur ein zweidimensionales Puppenhaus ist.

Ist bekannt, warum man solche Klebealben angefertigt hat?

Das ist eine schwierige Frage, weil letztendlich sind uns nur vier, fünf Klebealben bekannt. Und wir haben an und für sich gedacht, dass es ein Kinderspielzeug ist. Sie sind aber so fein gemacht, gerade das Augsburger, dass es eigentlich keine Kinderhand gemacht haben kann. Ich glaube eher, dass es für Kinder gemacht wurde oder es sollte ein Kind beginnen und dann haben die Eltern die Schere oder vielmehr das Federmesser übernommen.

Welche konkrete Geschichte hat das Augsburger Klebealbum?

Unser Augsburger Klebealbum hat eine besondere Geschichte: Das ist in den 90er Jahren zum ersten Mal publik geworden und damals hatte es noch ein Widmungsblatt auf dem “zur Erinnerung an meine Tante Regina Barbara Walther” steht. Deshalb weiß man wer die Eigentümerin war. Das ist eben Regina Barbara Walther, die die Tochter eines Goldarbeiters, Juweliers, Goldschmieds, vielleicht Goldhändlers in Augsburg war.

Sie war 1780 ca. 25 Jahre alt, da war sie also kein Kind mehr.

Es war wohl eher eine Freizeitbeschäftigung: Statt stricken, ein Klebealbum anzufertigen.

Wie kam es nun zu dieser Ausstellung?

Ich habe früher im Salzburger Barockmuseum gearbeitet und habe dort sehr gerne mit den Augsburger Kollegen zusammengearbeitet. Sie bewahren dieses Buch auf und haben es publiziert. Das war eine Ausstellung die ideal ins Barockmuseum gepasst hat. Dann hat Frau Dr. Barta (Anm. d. Red.: Dr. Ilsebill Barta ist für die wissenschaftliche Leitung der Ausstellung verantwortlich) die Ausstellung gesehen und sie nach Wien geholt. Hier ist sie nun aber fünfmal so groß wie in Salzburg.

Und so sah es während des Aufbaus der Ausstellung aus:

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Foto Kuratorin oben: Peter Laub

September 25th, 2014

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Markt der bösen Dinge: Böse Dinge kaufen und mit nach Hause nehmen!

Blog // Böse Dinge

Pünktlich zum Ende der Böse Dinge Ausstellung, schließt sich der Kreis und die bösen Dinge dürfen wieder neue Besitzerinnen und Besitzer bekommen. Wie das geht? Beim Markt der bösen Dinge am Sonntag, den 6. Juli, von 10 bis 18 Uhr, kann man bei freiem Eintritt alle gespendeten Stücke erwerben. Hier kann man Schätze, Staubfänger, Sammlerstücke und kuriose Gegenstände in Richtung heimisches Regal befördern.

Dazu gibt es ebenso ein Facebook Event.

Markt der bösen Dinge

Dabei wird es unterschiedliche Tische geben, welche die Dinge in verschiedene Preiskategorien unterteilen. Diese erstrecken sich da zwischen drei und 50 Euro. Zu bezahlen ist direkt an den Tischen, welche betreut sein werden.

All dies wird nicht direkt in der Ausstellung, sondern im Foyer des Hofmobiliendepots passieren. Eben dort, wo auch schon der Gabentisch stand, auf welchem man seine ganz persönlichen bösen Dinge abgeben konnte.

Der Erlös des Verkaufs kommt, bei diesem Anlass, dem neunerhaus zugute, welches eine innovative Wiener Sozialorganisation ist, die jährlich rund 350 wohnungs- und obdachlosen Menschen ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Wohnen ermöglicht. Konkret wird mit diesem Projekt die allgemein- und zahnmedizinische Versorgung für obdachlose Menschen, sowie die tierärztliche Ordination unterstützt. Übrigens hat man bereits mit den Einnahmen von den fünf langen Museumsabenden, am 27.2., 27.3., 24.4., 22.5. und 26.6., dem neunerhaus finanziell unter die Arme gegriffen.

Und was passiert mit den Dingen, die kein neues zuhause finden? Die werden keinesfalls weggeworfen, sondern siedeln sich im Museum der Dinge in Berlin an.

Gewinnspiel: Noch bis 3. Juli

Noch ein Hinweis: Am 3. Juli endet das Gewinnspiel zur Ausstellung, bei dem man etwa einen Möbeldesigngutschein im Wert von 200 Euro gewinnen kann. Noch schnell über Instagram mitmachen!

Außerdem wollen wir uns an dieser Stelle noch sehr herzlich für das Lesen und Mitverfolgen des Blogs bedanken, wir hoffen ihr schaut auch in Zukunft wieder vorbei!

Juni 29th, 2014

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Die überhaupt nicht böse Blogschreiberin

Blog // Böse Dinge

Weil die Ausstellung, welche sich den bösen Dingen widmet, nun bald zu einem Abschluss kommt, möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich noch selbst als Blogautorin vorstellen. Mein Name ist Teresa, ich bin Bloggerin und Journalistin. Ich schreibe am liebsten über schöne, spannende und auch über böse Dinge, die im Leben so vorkommen.

Hi! Mein Name ist Teresa!

Für mich war es eine wunderbare Herausforderung, die Böse Dinge Ausstellung von Anfang bis Ende begleiten zu dürfen. Mit dem Blog hatten wir uns gemeinsam vorgenommen, nicht nur den bösen Dingen Leben einzuhauchen, wir wollten ebenso diese Ausstellung im Hofmobiliendepot aus möglichst vielen Perspektiven beleuchten.

Zum Abschluss habe ich nun noch selbst den Tisch im Foyer mit einem bösen Ding bestückt. Das durfte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Und was hab ich dazu ausgewählt? Ein Buch namens “Schande”. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe Bücher, vor allem in ausgedruckter und nicht digitaler Form. Ich mag dieses Geräusch beim Umblättern, ich mag die Haptik, ich mag es gebundene Seiten in der Hand zu halten. Allerdings gibt es dann solche Bücher, die man voller Begeisterung ersteht, dann aber nie liest. Es ist eine Schande, dass ich diese “Schande” niemals gelesen habe.

Eine Schande für den bösen Tisch

Vielmehr diente sie als unterste Unterlage des Bücherstapels, welcher sich vom Boden in Richtung Zimmerdecke bewegt. Als unterstes Buch, welches jahrelang nicht mehr befreit wird, weil man ansonsten ja den gesamten Stapel umwerfen würde.

Außerdem verstauben eben diese Bücher schrecklich, freilich nur außen, denn die Seiten selbst sind gut gepresst von der Last all der anderen Bücher, welche über ihnen liegen.

Ein eindeutiges Zeichen, dass dieses böse Ding, in dem Fall Staubfänger und “im Weg Herumlieger”, zu lange nicht beachtet wurde ist ebenfalls, dass es auf der Unterseite noch ein Preisschild mit ausgewiesenen Schillingpreisen hat.

Und falls ihr euch jetzt fragt, wie ich das Buch aus dem Bücherstapel bekam: Es war ganz einfach, ich musste eben diesen Stapel nicht mal umwerfen. Hätte ich das mal früher gewusst.

Ich hoffe ihr hattet, ebenso wie ich, viel Spaß mit der Ausstellung! Wir sehen uns beim Markt der bösen Dinge!

Foto: Anna Heuberger

Juni 25th, 2014

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