SONY DSC

Jahresrückblick: So schön war es 2014 im Hofmobiliendepot

Blog // Böse Dinge // Bring dein Ding // Der perfekte Haushalt aus Papier

Das Jahr 2014 neigt sich schön langsam dem Ende zu. Die letzte Woche, voll gepackt mit Feiertagen, ist bereits angebrochen. Zeit für uns das vergangene Jahr mit all seinen Geschehnissen im Hofmobiliendepot noch einmal Revue passieren zu lassen. So haben wir in diesem Jahr nicht nur mit dem museumseigenen Blog gestartet, sondern können auch auf zwei Sonderausstellungen zurückblicken. Eine davon, nämlich Der perfekte Haushalt aus Papier, läuft sogar noch bis 11. Jänner nächsten Jahres.

Böse Dinge. Eine Enzyklopädie des Ungeschmacks.

Diese Sonderschau fand von 19.2.2014 bis zum 6.7.2014 statt. Hier stellte man sich Fragen wie: Was ist Geschmack? Wer bestimmt, was gut oder schlecht, schön oder hässlich ist? Ein Diskurs rund um guten und schlechten Geschmack wurde gestartet und so die vom Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin entwickelte Ausstellung nach Wien gebracht. Hier war es außerdem wichtig die historische und aktuelle Positionen einander gegenüberzustellen. So fanden über 500 Exponate aus dem Museum der Dinge in Berlin, dem Landesmuseum Württemberg, dem Hofmobiliendepot und anderen Museen für einige Monate ein neues Zuhause.

Begleitet wurde die Austtelung von der Aktion: Bring Dein Ding! Die BesucherInnen waren da zur aktiven Mitgestaltung eingeladen. Alle sollten ein ganz persönliches böses Objekt mitbringen und auf dem Gabentisch im Erdgeschoß des Museums hinterlassen. Jeder mitgebrachte Gegenstand bekam dann ein Identifikationskärtchen, ausgefüllt vom ursprünglichen Besitzer oder der ursprünglichen Besitzerin. Darauf sollte der Grund genannt werden, warum dieses kleine oder sogar große Ding denn so böse ist.

Regelmäßig haben wir am Blog über die einzelnen vorgeibrachten Stücke berichtet und noch mehr Hintergrundinfos geliefert.

bösedinge

Am 6. Juli fand schließlich die Finissage statt, bei der es auch den Markt der bösen Dinge gab, anlässlich dessen die am Gabentisch hinterlassenen Objekte verkauft wurden. Der Erlös kam dem neunerhaus zugute.

Außerdem konnte man in der Ausstellung Instagramfotos aufnehmen und diese mit dem Hashtag #boesedinge teilen. Unter allen die mitgemacht haben, wurden tolle Preise verlost.

Der perfekte Haushalt aus Papier. Bürgerlicher Alltag zur Zeit Mozarts.

Im Zentrum der Ausstellung, die seit 24. September läuft, steht der bürgerliche Alltag zur Zeit Mozarts und im Zusammenhang damit ein kulturhistorischer Schatz: Das Augsburger Klebealbum, ein minutiös eingerichtetes Spielzeughaus in Buchform. Klebealben sind die zweidimensionale Alternative zum Puppenhaus. Sie waren besonders im 18. Jahrhundert eine beliebte Freizeitbeschäftigung.

IMG_1576

Die vorerst leeren Seiten eines solchen Albums wurden selbst gestaltet: Es entstanden die Gerüste von Innenräumen, Gärten und Straßenzügen. Zur Belebung der Plätze und Räume dienten Miniaturdarstellungen von Figuren und Objekten. Diese wurden auf Ausschneidebögen gedruckt unddann einzeln ausgeschnitten, koloriert und ins Buch geklebt. Die Auswahl reichte von Natur- und Landschaftsmotiven, Tieren, biblischen Szenen, Kinderspielen, Möbeln Küchenutensilien usw.

Am Blog haben wir Interviews zur Ausstellung geführt, unter anderem mit der Kuratorin Regina Kaltenbrunner.

Mehr Veranstaltungen: Kammerstück, Fotoausstellung und Bastelworkshops für die Kleinen

Und auch sonst war 2014 so einiges los im Museum.

Neben der Teilnahme an der Langen Nacht der Museen, wird ein Kammerstück an Original-Möbeln im Hofmobiliendepot aufgeführt und es waren weitere kleinere Sonderausstellungen, wie zum Beispiel mit Fotografien, zu sehen. Außerdem wurde viel gebastelt und für die Kleinen gibt es auch noch am 24.12. eine weihnachtliche Führung plus einem Workshop. So lässt sich auch die Wartezeit auf den Weihnachtsabend gut verbringen.

Wir wünschen Euch schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr! Bis bald im Hofmobiliendepot!

 

Dezember 22nd, 2014