bösedinge

Markt der bösen Dinge: Böse Dinge kaufen und mit nach Hause nehmen!

Blog // Böse Dinge

Pünktlich zum Ende der Böse Dinge Ausstellung, schließt sich der Kreis und die bösen Dinge dürfen wieder neue Besitzerinnen und Besitzer bekommen. Wie das geht? Beim Markt der bösen Dinge am Sonntag, den 6. Juli, von 10 bis 18 Uhr, kann man bei freiem Eintritt alle gespendeten Stücke erwerben. Hier kann man Schätze, Staubfänger, Sammlerstücke und kuriose Gegenstände in Richtung heimisches Regal befördern.

Dazu gibt es ebenso ein Facebook Event.

Markt der bösen Dinge

Dabei wird es unterschiedliche Tische geben, welche die Dinge in verschiedene Preiskategorien unterteilen. Diese erstrecken sich da zwischen drei und 50 Euro. Zu bezahlen ist direkt an den Tischen, welche betreut sein werden.

All dies wird nicht direkt in der Ausstellung, sondern im Foyer des Hofmobiliendepots passieren. Eben dort, wo auch schon der Gabentisch stand, auf welchem man seine ganz persönlichen bösen Dinge abgeben konnte.

Der Erlös des Verkaufs kommt, bei diesem Anlass, dem neunerhaus zugute, welches eine innovative Wiener Sozialorganisation ist, die jährlich rund 350 wohnungs- und obdachlosen Menschen ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Wohnen ermöglicht. Konkret wird mit diesem Projekt die allgemein- und zahnmedizinische Versorgung für obdachlose Menschen, sowie die tierärztliche Ordination unterstützt. Übrigens hat man bereits mit den Einnahmen von den fünf langen Museumsabenden, am 27.2., 27.3., 24.4., 22.5. und 26.6., dem neunerhaus finanziell unter die Arme gegriffen.

Und was passiert mit den Dingen, die kein neues zuhause finden? Die werden keinesfalls weggeworfen, sondern siedeln sich im Museum der Dinge in Berlin an.

Gewinnspiel: Noch bis 3. Juli

Noch ein Hinweis: Am 3. Juli endet das Gewinnspiel zur Ausstellung, bei dem man etwa einen Möbeldesigngutschein im Wert von 200 Euro gewinnen kann. Noch schnell über Instagram mitmachen!

Außerdem wollen wir uns an dieser Stelle noch sehr herzlich für das Lesen und Mitverfolgen des Blogs bedanken, wir hoffen ihr schaut auch in Zukunft wieder vorbei!

Juni 29th, 2014

bösesdingteresa

Die überhaupt nicht böse Blogschreiberin

Blog // Böse Dinge

Weil die Ausstellung, welche sich den bösen Dingen widmet, nun bald zu einem Abschluss kommt, möchte ich die Gelegenheit nutzen und mich noch selbst als Blogautorin vorstellen. Mein Name ist Teresa, ich bin Bloggerin und Journalistin. Ich schreibe am liebsten über schöne, spannende und auch über böse Dinge, die im Leben so vorkommen.

Hi! Mein Name ist Teresa!

Für mich war es eine wunderbare Herausforderung, die Böse Dinge Ausstellung von Anfang bis Ende begleiten zu dürfen. Mit dem Blog hatten wir uns gemeinsam vorgenommen, nicht nur den bösen Dingen Leben einzuhauchen, wir wollten ebenso diese Ausstellung im Hofmobiliendepot aus möglichst vielen Perspektiven beleuchten.

Zum Abschluss habe ich nun noch selbst den Tisch im Foyer mit einem bösen Ding bestückt. Das durfte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Und was hab ich dazu ausgewählt? Ein Buch namens “Schande”. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich liebe Bücher, vor allem in ausgedruckter und nicht digitaler Form. Ich mag dieses Geräusch beim Umblättern, ich mag die Haptik, ich mag es gebundene Seiten in der Hand zu halten. Allerdings gibt es dann solche Bücher, die man voller Begeisterung ersteht, dann aber nie liest. Es ist eine Schande, dass ich diese “Schande” niemals gelesen habe.

Eine Schande für den bösen Tisch

Vielmehr diente sie als unterste Unterlage des Bücherstapels, welcher sich vom Boden in Richtung Zimmerdecke bewegt. Als unterstes Buch, welches jahrelang nicht mehr befreit wird, weil man ansonsten ja den gesamten Stapel umwerfen würde.

Außerdem verstauben eben diese Bücher schrecklich, freilich nur außen, denn die Seiten selbst sind gut gepresst von der Last all der anderen Bücher, welche über ihnen liegen.

Ein eindeutiges Zeichen, dass dieses böse Ding, in dem Fall Staubfänger und “im Weg Herumlieger”, zu lange nicht beachtet wurde ist ebenfalls, dass es auf der Unterseite noch ein Preisschild mit ausgewiesenen Schillingpreisen hat.

Und falls ihr euch jetzt fragt, wie ich das Buch aus dem Bücherstapel bekam: Es war ganz einfach, ich musste eben diesen Stapel nicht mal umwerfen. Hätte ich das mal früher gewusst.

Ich hoffe ihr hattet, ebenso wie ich, viel Spaß mit der Ausstellung! Wir sehen uns beim Markt der bösen Dinge!

Foto: Anna Heuberger

Juni 25th, 2014

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Der böse SpongeBob

Blog // Böse Dinge

Staubfänger ist eines der Argumente, die uns während der Laufzeit der Böse Dinge Ausstellung bislang besonders häufig untergekommen sind. Auch dieses kleine Ding, in Form eines gelben Schwammes, der einen Namen und Kleidung trägt, wurde bei der Abgabe am Zettel als solcher, nämlich als Staubfänger, tituliert.

Außerdem wurde ihm 0% Funktion und Hässlichkeit unterstellt. Ein böses Ding, das vielleicht auch Spielzeug sein könnte, dank seiner Größe wohl aber auch als solches nicht geeignet ist. Außer beispielsweise an einem Schlüsselbund zu baumeln. Hat er dafür aber die richtigen Applikationen oder ist er sogar dafür nicht zu gebrauchen?

Gelb ist dieser SpongeBob allerdings sicherlich. Und große Augen hat er, also zumindest im Größenverhältnis.

Wofür man ihn nun tatsächlich einsetzen könnte, bleibt sein Geheimnis. Man könnte hier die Theorie aufstellen, dass es sich tatsächlich nur um einen Staubfänger handelt.

Ihr könnt gerne, bitte ohne Blitz, selbst in der Ausstellung fotografieren! Teilt eure Fotos anschließend auf Instagram und fügt den Hashtag #boesedinge hinzu. Es gibt unter anderem einen 200-Euro-Gutschein für die Designermöbel der Vintagerie in Wien zu gewinnen. Alle Details und die Teilnahmebedingungen stehen hier.

Juni 18th, 2014

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Der böse Mundwecker

Blog // Böse Dinge

Dass dieses böse Ding, welches dem Gabentisch überreicht wurde, kitschig ist, lässt sich wohl nicht bezweifeln. Auch die Funktion ist nicht gleich auf den ersten Blick zu durchschauen. Was will dieser Mund? Was macht er? Was kann er?

Sprechender Wecker

Es handelt sich um einen Wecker, der wohl in der Früh so lange nervte, bis er weggelegt wurde. Warum? Vermutlich deshalb, weil er spricht. Ein Wecker, der einem also bereits in der Früh beim Aufwachen mit Gesprächen belästigt.

Verständlich, dass man den ablegen will, um dann wieder gemütlich weiterschlafen zu können. Denn wer möchte schon gleich frühmorgens belästigt werden?

Übrigens:

Ihr könnt auch gerne, bitte ohne Blitz, in der Ausstellung fotografieren! Teilt eure Fotos anschließend auf Instagram und fügt den Hashtag #boesedinge hinzu. Es gibt unter anderem einen 200-Euro-Gutschein für die Designermöbel der Vintagerie in Wien zu gewinnen. Alle Details und die Teilnahmebedingungen stehen hier.

Juni 10th, 2014

neunerhaus

Wie die “Böse Dinge” Ausstellung das neunerhaus unterstützt

Blog // Böse Dinge

Die böse Dinge Ausstellung mag, was die Ausstellungsstücke angeht, durchaus böse sein. Dass sie nur das Böse im Sinn hat, stimmt aber keineswegs. Was sie so etwa Gegenteiliges, also Gutes, tut, möchten wir gerne näher erklären und haben dazu beim “neunerhaus – Hilfe für obdachlose Menschen” nachgefragt.

Was darf man sich unter dem neunerhaus vorstellen?

Das neunerhaus ist eine Wiener Sozialorganisation, die obdachlosen Menschen ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Das neunerhaus wurde 1999 gegründet. Wir sind eine junge, moderne Sozialorganisation.

Wir gehen einen neuen, innovativen Weg in der sozialen Integration von obdachlosen Menschen.

NeunerHaus BW 04_2013-059In drei neunerhäusern und den Housing-First-Wohnungen wohnen rund 350 Menschen. Rund 3.000 obdachlose Menschen jährlich versorgt das neunerhaus in der Arztpraxis, der Zahnarztpraxis und mit dem Team neunerhausarzt – Tendenz steigend. Mit dem Pilotprojekt “Housing First” haben wir einen komplett neuen Ansatz in die Wiener Wohnungslosenhilfe gebracht: Wohnungslose Menschen werden hier direkt in leistbare Wohnungen vermittelt und mobil von SozialarbeiterInnen unterstützt.

Wir ermöglichen obdachlosen Menschen mit unseren Angeboten ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Wohnen – und das so rasch wie möglich. Ziel ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten: Wir betreuen so lange wie nötig und so kurz wie möglich.

Wir bieten allen BewohnerInnen ein sicheres Dach über dem Kopf. Aber auch: körperliche Gesundheit, persönliche Stabilisierung sowie soziale und berufliche Integration.

Mit unseren medizinischen Angeboten schließen wir die Lücke im Gesundheitssystem für obdachlose Menschen und ermöglichen die Wiederteilnahme von wohnungslosen Menschen am Regelgesundheitssystem.

Wir durchbrechen den Teufelskreis Wohnungslosigkeit – Krankheit – Wohnungslosigkeit.

Dazu ist es notwendig, das Sozial- und Gesundheitssystem genauso wie soziale Arbeit und medizinische Versorgung miteinander zu verknüpfen: Denn wer sich um seine Gesundheit kümmert, lernt, sich auch wieder um sein Leben zu kümmern.

Wie wird das neunerhaus finanziert?

Das neunerhaus wird vom Fonds Soziales Wien gefördert und hat einen aufrechten Vertrag mit der Wiener Gebietskrankenkasse. Einen wichtigen Beitrag leisten auch die BewohnerInnen mit der Zahlung eines Nutzungsentgeltes beziehungsweise einer Miete.

Für nicht finanzierte Aufwendungen und um ambitionierte Vorhaben umsetzen zu können, ist das neunerhaus auf Spenden angewiesen. Seit 2004 ist das neunerhaus ständiger Träger des Österreichischen Spendengütesiegels.

Die Erlöse aus den Abendöffnungen der “Böse Dinge” Ausstellung, jeden vierten Donnerstag im Monat, und dem Markt der bösen Dinge, bei dem am 6. Juli böse Dinge aus der Ausstellung verkauft werden, kommen dem neunerhaus zugute.

Wie kam es dazu?

UnterstützerInnen, die Dinge selbst in die Hand nehmen und aktiv auf das neunerhaus zukommen sind für die neunerhaus Arbeit von zentraler Bedeutung – und so war es auch in diesem Fall: Frau Mag.a Josefa Haselböck vom Marketing der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. ist direkt auf uns zugekommen. Wir freuen uns sehr über diese gelungene Kooperation, mit der die allgemein- und zahnmedizinische Versorgung für obdachlose Menschen sowie die tierärztliche Ordination des neunerhauses unterstützt wird!

Haben Sie selbst auch schon ein böses Ding vorbeigebracht oder gibt es etwas, das Sie noch gerne in die Ausstellung bringen würden?

Ein konkretes Ding zwar nicht – jedoch viele Gedanken. Denn im Rahmen der Ausstellung geht es um die Frage, was Geschmack ist – und wie dieser gesellschaftlich definiert, und damit veränderbar ist. Damit regt die Ausstellung entlang von 500 historischen und zeitgenössischen „Geschmacksverirrungen“ auch Gedanken über Gesellschaft – Kunst – Macht an. Das Nachdenken über Gesellschaft, wie schnell sie sich verändert und dass sie auch ganz anders sein könnte und sollte ist etwas, das auch uns in unserer täglichen Arbeit begleitet: Wir arbeiten für eine gerechte Gesellschaft, die nicht in “Mitte und Rand” unterteilt ist und in der alle Platz haben. Weil Wohnen und Gesundheit Menschenrechte sind – und weil es eben auch anders sein könnte.

Foto: Klaus Pichler

Juni 3rd, 2014